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Warum deine Ängste deine besten Wegbereiter für ein glückliches und leichtes Leben sind, sie es nur leider manchmal etwas zu gut mit dir meinen.

ANGST – jeder von uns macht immer wieder Bekanntschaft mit ihr und doch sprechen wir selten offen über unsere Ängste. Denn diese könnten ja als Schwäche ausgelegt werden. Jeder von uns kennt sie – der eine mehr, der andere weniger. Sie kommt in unterschiedlichen Gewändern und macht sich meist durch ein ungutes Gefühl in der Magengegend, oder anhaltende Gedankenkreise bemerkbar: Zukunftsangst, Angst vor wichtigen Terminen, vor dem Alleinsein oder vor Zurückweisung, vor anderen Menschen, vor unbekannten Situationen, vor Kritik, vor den kleinen und großen Herausforderungen des Alltags, … 

„Only when we are no longer afraid do we begin to live.“

Dorothy Thompson

Trotz der großen Präsenz dieses Themas in unserem Alltag, lernen wir im Laufe unseres Lebens nicht, wie wir damit umgehen. Wir lernen nur, irgendwann mit ihr zu leben. Dabei liegt in dem Umgang mit unseren Ängsten ein wertvoller Schlüssel für ein leichteres und erfüllteres Leben.

Um mit deiner Angst umgehen zu lernen, ist es essentiell zu verstehen, was Angst eigentlich ist und woher sie kommt.

Angst ist eine der 6 Basisemotionen nach Paul Ekman, die kulturübergreifend jeder von uns hat. Sie ist also eine Emotion – nicht mehr und nicht weniger. Erst durch unsere Bewertung verleihen wir ihr eine negative Konnotation und damit so viel Schwere. Aber ist Angst wirklich negativ? Wir geben ihr diese Bewertung, weil sie sich nicht gut anfühlt und wir wollen sie deshalb nicht erleben. Ein großer Teil unserer Angst resultiert also auch aus der Angst vor dem Gefühl der Angst – welche wohlgemerkt einzig und allein durch UNSERE BEWERTUNG entsteht. 

Was wir häufig übersehen: Angst ist eine der wertvollsten und wichtigsten Emotionen für uns, denn sie ist lebensnotwendig, schützt uns vor Gefahren und zeigt uns Potentiale zur Weiterentwicklung auf. Lass uns daher ein kleines Experiment machen und die Angst in einem neuen Licht betrachten.

Tipps im Umgang mit deiner Angst:

Tipp Nr. 1: Verändere deinen Blickwinkel

In Zeiten der Jäger und Sammler war die Angst unbedingt notwendig, um uns vor Gefahren zu schützen. Waren es früher Raubtiere oder Witterungsbedingungen, die eine Gefahr für unser Überleben darstellten, sind es heute eher so etwas wie Selbstzweifel, Bewertungen anderer, Status- und Machtfragen. An dieser Stelle ist es irrelevant, wovon die Gefahr ausgeht. Mache dir bewusst, dass die Angst da ist, um dich zu beschützen. 

Was wäre, wenn du mit diesem Wissen deine Angst als deinen besten Freund annehmen könntest, sie mit offenen Armen begrüßt? Sie ist ein so guter Freund und ein NOTWENDIGER BESTANDTEIL deines Lebens, denn sie beschützt dich vor unüberlegten Taten, die dich in Gefahr bringen könnten – egal, ob diese lebensbedrohlich, gesellschaftlicher oder finanzieller Natur sind.

Was verändert sich in dir, wenn du diese neue Bewertung in deine Gedanken einziehen lässt? Spürst du die Leichtigkeit, die sich in dir breit macht? Die Leichtigkeit kommt daher, weil soeben ein Großteil der psychischen Belastung, die durch Angst entsteht, entfallen ist: du hast soeben die Angst vor der Angst verloren! 

Grenzen – wie Angst – sind oft eine Illusion. 

Michael Jordan

Unser größter Fehler mit der Angst liegt im Umgang mit ihr und dem Wunsch, sie wegdrücken zu wollen. Wenn du versuchst, sie zu unterdrücken, wird sie immer wieder kommen, wie ein lästiger Besucher, der an der Tür klopft und immer lauter wird, wenn du ihn nicht hereinlässt. Diese Energie staut sich auf und wird immer kräftiger. Der einzige Weg, die Angst ziehen zu lassen, ist daher, sie herein zu bitten.

Tipp Nr. 2: Lass die Angst herein und höre ihr aufmerksam zu

Nachdem du nun verstanden hast, dass die Angst eigentlich ein wertvoller Begleiter für dein Leben ist, heiße sie von nun an willkommen und behandele sie wie einen Besucher, über den du dich freust. Wie du das am besten machst?

Notiere dir die Angst und alle dazugehörigen Gedanken so konkret wie möglich. Durch die Methode des Aufschreibens wird alles greifbarer und vor allem übersichtlicher. 

Das hat gleich zwei Effekte: zum einen signalisierst du der Angst, dass du sie beachtest, ernst nimmst und damit gut auf dich aufpasst. Dadurch verliert sie an Kraft. Zum anderen siehst du schwarz auf weiß, wovor genau du eigentlich Angst hast. Du wirst so meistens feststellen, dass das Thema, das dich beschäftigt, nicht so beängstigend ist, wie du dachtest. Denn häufig wiederholen sich in unserem Kopf immer die gleichen Gedanken zu dem einen Problem – unaufhörlich und über mehrere Tage oder Wochen. Dadurch scheint es, als sei es ein unüberwindbarer Berg. Einmal notiert, wirst du sehen, dass der Berg nicht so hoch ist. 

Tipp Nr. 3: Von außen betrachten und Lösungen suchen

Im nächsten Schritt geht es darum, einen objektiveren Blick einzunehmen und die Angst als Gefühl und nicht als Tatsache zu beurteilen. Frage dich selbst: Welcher der aufgeführten Punkte ist wirklich begründet? Können Schreckensszenarien genauso eintreten? Je tiefer du in der Emotion steckst, desto mehr geht dein Gehirn mit dir durch und du überprüfst die Szenarien nicht mehr realistisch. Dieser Schritt ist wichtig, um wieder mehr Leichtigkeit in die Situation zu bringen. Einige Punkte werden wegfallen, und andere haben weiterhin Bestand.

Nun ist es wichtig, in die Handlung zu kommen und nach Lösungen zu suchen. Hole dich selbst aus der Hilflosigkeit heraus und beende das Gefühl, der Situation und der einhergehenden Angst, ausgeliefert zu sein. 

Das geht so: Mache einen Wenn-Dann-Plan. Wenn Ereignis X eintritt, dann tue ich XY. Hast du zum Beispiel Angst vor einem herausfordernden Gespräch bei der Arbeit? Notiere dir, wovor du konkret Angst hast, was könnte passieren und was wirst du tun, wenn das so eintritt? Was kannst du zum Beispiel tun, wenn dein Gegenüber auf eine bestimmte Weise reagiert, oder wenn dir deine Argumente ausgehen. Schon fühlst du dich sicherer, weil du konkrete Lösungen, die dir Halt und Sicherheit geben, in der Tasche hast.

Der Umgang mit Ängsten lässt sich trainieren

Mit diesen 3 Tipps kannst du von nun an leichter mit deinen Ängsten umgehen. Probiere es gleich einmal aus und siehe selbst, was sich in dir verändert. Denn der Umgang mit deinen Ängsten und anderen belastenden Gedanken, wie Sorgen und Selbstzweifeln lässt sich trainieren. Je regelmäßiger du das machst, desto leichter wird dir der Umgang mit ihnen fallen. 

Und dafür gibt es jetzt einen regelmäßigen Kurs in meinem MY MIND Studio: MY MIND Detox. Hier lernst du, dich von belastenden Gedanken zu befreien und somit leichter durch deinen Alltag zu gehen.

*Wichtig: die Tipps in diesem Artikel sind nicht für akute Panikattacken oder Angststörungen geeignet. Hier solltest du dir therapeutischen Rat einholen.*

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