Login form protected by Login LockDown.


Von Simone Janak. In diesem Artikel erfährst du, warum sich Muster und Strukturen im unserem Leben so oft wiederholen. Du lernst, wie du alte Schleifen, Muster und Glaubenssätze erkennen und aufheben kannst. 

Kennst du das vielleicht auch? Irgendwie kommen öfters ähnliche Themen zu dir, klopfen sozusagen an deine Tür. Es passieren dir immer wieder ähnliche Dinge oder du triffst oft auf die gleiche Sorte von Menschen? Dann bist du nicht allein, denn das geht ganz vielen Menschen so. Und manchmal ist hier das Erkennen schon der erste Weg zur Besserung. 

Woran erkenne ich nun, dass ich in einer Schleife bin? Hier spielt der innere Wachhund eine wesentliche Rolle. Seine klassischen Reaktionen heißen Attacke, Flucht und Ignoranz. Das bedeutet, wenn du in einer Situation besonders wütend bist, kannst du den Verursacher angreifen, aus der Situation fliehen, oder einfach alles ignorieren.

Also immer, wenn du extrem auf etwas reagierst, kannst du sicher sein, da gibt es eine Schleife, die eine nähere Betrachtung wert ist. 

Schleifen auf einem Geschenk sind schön, aber was machen sie eigentlich dort? Ursprünglich hatten sie die Aufgabe, die Verpackung zusammenzuhalten. Schleifen haben interessante Eigenschaften: Sie halten das Geschenk zusammen, verpacken, verschönern es, gehen manchmal auf und lassen sich lösen. Genauso ist es auch bei den Schleifen unseres Lebens. Sie halten unsere Überzeugungen zusammen und unsere Systeme. Schwierig ist es allerdings, wenn es veraltete Schleifen sind, quasi „aus der eigenen Mode gekommen“, denn dann halten sie uns nur davon ab, das Leben zu führen, welches wir uns wirklich wünschen. 

Daher lohnt es sich, diese Muster oder Schleifen immer wieder genauer anzuschauen. Um die Dinge für dich selbst so zu lösen, dass du ein ausgeglichenes, erfülltes Leben führen kannst, brauchst du vor allem eins, und das ist Klarheit. Ohne die geht es nicht. Du solltest dir klar sein, was du tun möchtest, damit dein Leben positiv weitergeht. Ungelöste und unerledigte Dinge bedingen solche energetischen Schleifen, die uns täglich wertvolle Energie kosten, die wir sinnvoller einsetzen könnten.

Das Thema – Verhaltensschleifen – lässt sich in drei Bereiche aufteilen, die unterschiedliche Handlungen von dir verlangen.

1. Kurzfristige Schleifen in der Gegenwart: Hole dir deine Energie zurück

Nehmen wir als Beispiel einen Streit mit einem Nachbarn. Es können unausgesprochene Meinungsverschiedenheiten sein, ungelöste Probleme oder aber Gedanken über ein eigenes falsches Verhalten, die einem nicht aus dem Kopf gehen. 

Diese Schleifen finden vollständig in der Gegenwart statt. Es sind kurzfristige Angelegenheiten, die allerdings nicht beendet sind. Um deine Energie zu dir zurückzuholen und sie damit nicht zu verschwenden, musst du diese Schleife lösen. 

Eine Möglichkeit wäre es, einfach wegzuziehen, auf diese Weise wird der Nachbar nie wieder in deinem Umfeld in Erscheinung treten, und die Schleife ist gelöst. Nachdem das jedoch in den meisten Fällen nicht in Frage kommen wird, ist die zweite Lösung praktikabler. 

Ein Gespräch mit dem Nachbarn kann die Sache aus der Welt schaffen. Manchmal ist es aber auch der Fall, dass es dein persönliches Bedürfnis ist, dem Nachbarn zu sagen, dass du es nicht böse gemeint hast und dich gegebenenfalls zu entschuldigen. Auch so kannst du deine Energie zurückgewinnen. In jedem Fall musst du ins Handeln kommen, denn deine Aufgabe ist es, deine Energie zurückzuholen. 

Du glaubst, du hast keine solchen Schleifen? Falsch! 

Jeder von uns hat sehr viele solche Beispiele in seinem Leben, seien es kleine oder große Dinge. Es kann etwas ganz Banales sein, wie die Waschmaschine, die geputzt werden muss, oder andere Sachen, die wir verschieben, wie die Steuererklärung oder der Wohnungsputz. Eigentlich nichts Großes, trotzdem fängst du aus den verschiedensten Gründen nicht damit an. 

Auf die Weise verlierst du Energie nach außen und erst, wenn es dir gelingt, die Schleifen, die Loops, zu lösen, holst du diese verlorene Energie zurück. 

Ähnlich ist es auch bei unliebsamen Arbeiten z.B. im Beruf, die einen sehr lange Zeit gedanklich begleiten können, bis man sie endlich erledigt hat. Denn nur in den wenigsten Fällen werden sich solche Dinge von selbst lösen. Wenn man sich nicht zeitnah um kurzfristige Energieschleifen kümmert, können sie auch zu langfristigen werden.

2. Alte Strukturschleifen: Vergangenheit

Die Schleifen dieses zweiten Bereiches sind eher in der Vergangenheit angesiedelt. Es geht hier um alte Strukturen, Geschichten, oft sind es Selbstwerthemen, mit denen diese alten Schleifen der Vergangenheit viel zu tun haben. 

Was sind das für Geschichten, die immer wieder durch deine Tür kommen? Das kann beispielsweise eine Emotion wie Wut sein. Wenn du im Konflikt mit einer Person bist und merkst, du reagierst mit großer Wut auf diese Person, dann ist es deine Aufgabe zu erkennen: Was sind die wirklichen Auslöser für diese starke Emotion? Nicht nur der Nachbar selbst ist der Auslöser, sondern versuche, zu erkennen, was hat die Emotion wirklich ausgelöst. 

Mögliche Fragen, die du dir stellen kannst, sind: 

  • Hast du diese Emotion zuvor schon einmal gespürt?
  • Kennst du diese Situation, die dich so wütend, so machtlos, so ohnmächtig macht?
  • Woher kennst du sie? 
  • Gab es eine solche Situation in deinem Leben bereits in einem anderen Zusammenhang? 
  • Ist es vielleicht eine Schleife, die du in deiner Vergangenheit auch so gefühlt und erlebt hast?
  • Wie bist du damals mit dem Gefühl umgegangen, und was will es dir sagen? 

Hier ist absolute Ehrlichkeit zu dir selbst nötig, denn wenn du sie nicht aufbringen kannst, wirst du dieselben Schleifen immer wieder erleben. Dazu ein gutes Beispiel aus dem Bereich der Beziehungen. Sehr oft höre ich in meinen Coachings Fragen wie: „Warum ziehe ich immer denselben Typ von unmöglichem Mann an?“ 

Man sollte sich immer zuerst fragen: „Was hat das mit mir zu tun? Kann es vielleicht sein, dass es ein Muster gibt? Wo steckt etwas in meiner Geschichte, das dazu passt? Was will mir diese permanente Schleife sagen?

Stell dir vor, du hast ein Ziel, das du erreichen möchtest. Beispielsweise möchtest du einen wunderbaren Mann in deinem Leben für eine positive, lebendige Beziehung haben. Möglicherweise stellst du dir folgende Fragen: „Was ist eigentlich, wenn die Männer mich nicht attraktiv genug finden? Warum ziehe ich immer die Männer an, die nicht gut für mich sind? Kann es sein, dass das dieses Mal wieder passiert? Was ist, wenn ich es überhaupt nicht wert bin, einen Menschen zu finden, der wirklich zu mir passt?“

 Mit diesen Fragen verlässt du nun gedanklich eine positive Zukunft und auch die Gegenwart, und befindest dich erneut in der Vergangenheit.

Hier greift das Konzept “Denken, Machen, Fühlen“ im negativen Sinn. Aus dem Gedanken erfolgt die Handlung, darauf folgt das Ergebnis, und mit dem Ergebnis kommt das Gefühl. Du bestätigst dich also in der negativen Denkweise selbst, befindest dich wieder in der Vergangenheit und kreierst immer dieselbe Schleife. Zumindest, wenn du diese nicht aktiv unterbrichst und stoppst. 

Du solltest die Situation genau anschauen und dir in diesem Beispiel folgende Fragen stellen: „Was tut sich in mir? Was geben mir diese Männer, was ich selbst nicht habe? Kann es sein, dass ich mir selbst nicht zutraue, geliebt zu werden? Ist es vielleicht das, was ich auch nach außen ausstrahle?“

“Denken, Machen, Fühlen“ funktioniert auch in die positive Richtung. 

Angenommen, du schaffst es, zu sagen, ich bin es mir wert und ich verdiene eine lebendige Beziehung. Ich schaue meine Themen genau an, und ich weiß, dass hier ein Selbstwertthema eine wichtige Rolle spielt, dann kreierst du damit eine neue positive Schleife. Und schon nutze ich “Denken, Machen, Fühlen“ in die andere, die neue Richtung. Denn: Alte Geschichten führen immer wieder nur zu denselben alten Geschichten. 

3. Dranbleiben: Gegenwart und Zukunft

Der dritte Bereich ist der Wichtigste, denn er bezieht sich sowohl auf die Gegenwart als auch auf Zukunft und hat als wesentlichen Punkt das Dranbleiben. 

Du kannst Schleifen nur auflösen, wenn du sie nicht nur erkennst, sondern auch dranbleibst. Es geht dabei nicht um knallharte Disziplin, sondern vielmehr um Konsequenz. Konsequenz bedeutet, im Alltag deine Aufgaben zu erfüllen, jeden einzelnen Tag. 

Es bedeutet immer aufs Neue Dinge zu tun, wie Dankbarkeiten zu betrachten, Erfolge anschauen, Gewohnheiten anzupassen, auf Achtsamkeit zu achten, Meditationen durchführen, Bewegung und Ernährung im Fokus zu behalten. Diese Basics sind essentiell, um es zu schaffen wirklich bei sich zu sein und langsam Schritt für Schritt Selbstwert und Selbstliebe aufzubauen. Dazu bedarf es eines klaren Systems, eines Trackings, das hilft, den Überblick zu behalten, denn nur so erkennst du Punkte, an denen eine Weiterarbeit nötig sein könnte. 

Mit Konsequenz zu mehr Selbstliebe und Selbstwert

Manchmal ist es natürlich auch unangenehm und anstrengend, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, aber ohne Konsequenz wird es nicht funktionieren. Manche Schleifen, nämlich solche, die wichtige Themen deines Lebens betreffen, wie etwa Selbstwert und Selbstliebe, werden nie ganz verschwinden und finden immer wieder eine neue Möglichkeit, in dein Leben zu kommen. Allerdings passiert das mit der Zeit auf einem anderen Niveau und in anderen Facetten, denn du hast inzwischen dazu gelernt. 

Was sich ändert, ist die Frequenz, also die Häufigkeit, mit der sie erscheinen. Anders sind auch die eigene emotionale Betroffenheit und die Schnelligkeit, mit der man sie auflösen kann. Übung und Wiederholung sind wichtige Elemente für deinen Erfolg, und ja und es wird immer “Höhen und Tiefen“ geben. 

Simone Janak Bild
%d Bloggern gefällt das: