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Obwohl es individuell und persönlich ist, tragen es viele auf eine ähnliche Art und Weise in sich. Es ist dieser innere Kritiker, den du niemandem wünschst. Es sind Gedanken, die wir uns manchmal kaum aussprechen trauen. Gedanken, die abwertend, gehässig und geringschätzend sind. Und das skurrile daran – es sind Gedanken über uns selbst.

Für mich war das lange Zeit ein dominanter Teil meines Verstandes. Es waren Gedanken, vor denen ich mich am liebsten irgendwo versteckt hätte. Geklappt hat das lange nicht. Doch mittlerweile sag ich STOP. Stop zu Gedanken die mich quälen und mich davon abhalten, den Moment, der vor mir liegt, klar zu sehen und zu genießen.

Das Schlimmste? Wenn wir nicht aufpassen, ziehen uns diese Gedanken in ein unfreies Leben, das wir uns nicht wünschen. Denn unsere Gedanken bringen Gefühle hervor und letztendlich erschaffen sie auch das, was für uns real ist. Wenn du immer deinem inneren Kritiker glaubst, was würde passieren? Wieviele schöne Momente würdest du nicht leben? Und wieviel hast du schon durch deinen inneren Kritiker verpasst? Was hast du nicht getan, weil du deinem inneren Kritiker geglaubt hast? Entscheide dich heute für dich selbst. Entscheide dich, zu erkennen, was du bist – ein wundervoller Mensch mit unendlichem Potential.

Welche Gedanken sind das?

Es sind Zweifel, Verurteilungen, sehr oft auch Gedanken, die von Schuld und Scham getrieben sind. Gedanken, die einen nicht in die Lösung, sondern immer tiefer in das Problem stürzen. Es sind Gedanken, die einen kleinmachen. Die sich auf das Negative und das Schlechte fokussieren. Aus diesen Gedanken kann eine Spirale entstehen, die einen immer tiefer hineinzieht. Hinein in das unbewusste Opferdasein. 

Es ist eine Stimme, die einen aufhält die Dinge zu tun, die einem Freude machen. Es ist die Stimme, die sagt, dass man es sowieso nicht schafft. Es ist die Stimme, die jeden Aufwind und jede Idee im Keim ersticken lässt. Es ist die Stimme, die uns und was wir tun, kritisiert und die für uns keine rosige Zukunft voraussieht. 

Vielleicht war diese Stimme irgendwann einmal funktional und überlebenswichtig. Vielleicht war sie hilfreich, da wir uns durch sie an unsere Umgebung anpassen konnten. Doch heute hilft sie uns nicht mehr. Sie ist, um es mit klaren Worten zu sagen – abscheulich. Und: Sie macht uns zu einem Häufchen Elend, wenn wir nicht achtsam sind. 

Woher kommt dieser innere Kritiker?

Wo wir die internalisierte Kritik konkret übernommen haben – ob von unseren Eltern oder in der Schulzeit, ob von Lehrern oder Mitschülern. Das zu eruieren, kann wichtig sein für die bewusste Veränderung, muss es aber nicht. Für unser Leben ist es essentiell, dass wir lernen damit umzugehen und NEU zu denken.

Was kann ich tun?

Es gibt viele Werkzeuge und Methoden, wie wir unseren inneren Kritiker Stück für Stück die Aufmerksamkeit entziehen können. Für mich war es am Effektivsten, mich zu entscheiden, ihm nicht mehr zu glauben. Und wenn ich ihm nicht mehr glaube, dann wird er schwächer und schwächer.

6 Werkzeuge, damit dein innerer Kritiker leiser wird

Hier ein paar Werkzeuge, die mir geholfen haben, mich selbst nicht mehr so stark durch die negative Brille zu sehen. Und bevor du loslegst: Es ist immer gut, alle Werkzeuge, die du verwendest zu deinen eigenen zu machen. Denn es funktioniert, was für DICH funktioniert. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, denkt, fühlt anders. Die einzige wichtige Konstante: Du entscheidest dich dafür, DASS es funktioniert. Und dann ist es auch Disziplin. Denn die ist bei allem, das man NEU lernt notwendig, bis es automatisch wird. 

1 Die negativen Gedanken mit einem Ritual loslassen

Entscheide dich ab sofort bewusster mit dir selbst umzugehen. Auf eine liebevollere Art und Weise. Wenn du das entschieden hast, kannst du mit einem Ritual deine Intention verstärken. Du könntest z.B. alle Gedanken, die dich geplagt haben, auf einen Zettel schreiben und diesen verbrennen. Oder du machst etwas eigenes draus. Wirfst zum Neumond einen Stein, aufgeladen mit all deinen kritischen Gedanken in einen Fluss. Du bist die Expertin für dich selbst. Überleg dir, wie es für dich am besten funktionieren könnte.

2 Dich frei schreiben

Für mich ist das Schreiben eine extreme Stütze. Ich kann all meine nervigen Gedanken zu Papier bringen und dann stehen sie da. Vor mir. Sie sind dann nicht mehr in meinem Kopf. Das erleichtert meinen Kopf ungemein und ich kann sie hinterfragen. Wenn ich sie dann so vor mir ausgeschrieben sehe, erkenne ich: Das stimmt doch alles gar nicht. Was rede ich mir denn da ein? Was davon, ist eigentlich wahr? Übrig bleibt sehr wenig, wenn ich in die Tiefe gehe und mir auch bewusst mache, wieviele Gegenargumente es gibt.

3 Meditieren beruhigt den Verstand

Beim Meditieren lernen wir, dass Gedanken und Gefühle kommen und gehen. Dass sie keinen Bestand haben. Ich habe bei meinem 10-tägigen Vipassana physisch gespürt, dass alles Veränderung ist, dass alles vibriert und Energie ist. Für mich ist die Meditation eine Möglichkeit meinen unruhigen Verstand zur Ruhe kommen zu lassen und zu lernen, ihn zu lenken. Dabei konzentriere ich mich auch auf meinem Atem. Die Rückbesinnung auf den Atem ist für mich, wie eine Rückbesinnung auf die Essenz. Und unsere Essenz ist wunderbar und einzigartig. Das zu erleben, bringt jeden inneren Kritiker zum Schweigen.

4 Stop! Das Thema wechsen

Das klingt sehr einfach. Und ja, das ist es auch. Manchmal hilft es einfach sich mit etwas anderem zu beschäftigen. Mit etwas, das einem Freude macht. Oder an seine Ziele und Vision zu denken. Oder an das wofür man dankbar ist. Einfach ein bewusstes STOP setzen und sich etwas anderem zuwenden. Wenn du in einer Negativspirale bist kommt meistens nichts Konstruktives dabei raus. Mach dir das bewusst. Du kannst etwas später, wenn du besser aufgelegt bist, darüber reflektieren, wie du in Zukunft mit dem Thema umgehst. Und je öfter du bewusst das Thema wechselst, desto schwerer hat es dein innerer Kritiker. Er wird immer leiser und leiser und die Selbstsabotage wird immer weniger.

5 Hinterfragen und Gegenargumente finden

Eine Möglichkeit ist z.B. ihn mit Hilfe der 4 Fragen nach Byron Katie zu hinterfragen: 1 Ist das wahr? 2 Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? 3 Was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst? 4 Wer wärst du ohne den Gedanken? So kann man praktisch jeden nicht-hilfreichen Gedanken widerlegen. Anschließend kannst du neue Gedanken formulieren, die dem störenden Gedanken entgegengesetzt sind. Oder Gegenargumente finden, z.B. Situationen, in denen du erfolgreich warst.

6 Bewusst die Perspektive wechseln

Für mich eine der schönsten Übungen. Versuch dich von einer höheren Perspektive aus zu betrachten. Entweder du siehst dich aus den Augen des Universums, oder du bist in einer Art Beobachterposition. Als wärst du ein paar Meter weiter über dir. Und du wirst merken, wie du dich aus dieser geänderten Perspektive selbst mit liebevolleren Augen sehen kannst. Wie du anerkennen kannst, was du alles leistest. Was du alles wunderbar machst. Und was für ein wunderbarer Mensch du bist.

Fang an dich GROSS zu denken!

Ein wichtiger Teil am Weg des persönlichen Wachstum ist es, sich den eigenen inneren Kritiker ganz genau anzusehen und vor allem auch ihn zu widerlegen. Denn wir erschaffen unsere Realität mit unseren Gedanken und Gefühlen. Und wenn du diesen inneren Kritiker gehen lässt, wird auch deine Realität umso vieles schöner. Geh los und fang endlich an dich GROSS zu denken.

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