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Meditation ist eine spirituelle Praxis, die in unterschiedlichen – östlichen und christlichen – Kulturen verwendet wird, um den Verstand zu beruhigen und unter Kontrolle zu bringen. Meditation bedeutet Nichts-Tun, also einfach zu „Sein“.

Ich bin der Meditation zum ersten Mal in Form einer Zen-Meisterin in Wien begegnet und seitdem bringt die Meditation viel Ruhe in meinen Geist und mein Leben.

You do not need to leave your room. Remain sitting at your table, and listen. Do not even listen, simply wait. Do not even wait, be quite still and solitary. The world will freely offer itself to you to be unmasked, it has no choice, it will roll in ecstasy at your feet.

Franz Kafka

Es gibt eine Vielzahl von Meditationsstilen, die sich in ihrer Herkunft und ihrer Art (geführt, ungeführt, Fokussetzung, Gehen, Tanzen) unterscheiden. Sie alle zielen darauf ab, Ruhe in den Geist zu bringen – unsere „monkey mind“ zu bändigen.

Wenn über Meditation gesprochen wird, hört man vor allem einen Satz – „Ich kann das nicht“. Dabei ist das ruhige Sitzen nicht so schwierig, wie es zu Beginn erscheinen mag. Und mit fortschreitender Praxis setzt eine Routine ein, sodass man sich rascher in einen meditativen Zustand versetzen kann.

Jeder Mensch kommt zeitweise in meditative Zustände – auch jene, die nicht die Meditation praktizieren.

In diesen reinen meditativen Zustand kommt man nicht nur, wenn man sich in den Schneidersitz setzt. Menschen haben diese meditativen Momente immer wieder über den Tag verstreut. Zum Beispiel, wenn man gedankenverloren aus dem Fenster schaut. Oder wenn man im vollen Fluss und hellwach ist, bei dem, was man gerade tut – ja, das kann auch während der Arbeit passieren. Auch kurz vor dem Einschlafen, kommt man oft in eine gedankenlose Phase in der der Körper manchmal schon schläft, das Bewusstsein jedoch klar und gedankenfrei ist.

So ist Meditation nichts hyperspirituelles, das nur einige wenige Auserwählte schaffen, die sich jahrelang damit beschäftigen. Wir alle können einzelne Momente wahrnehmen, vor allem wenn wir uns nicht zu sehr dem rundumschlagenden Termindruck aussetzen und für kurze Zeit „gedankenlos“ sind. Und trotzdem erinnert uns eine disziplinierte Meditationspraxis daran, das wir mehr sind als nur unser Körper und unser Verstand.

Die Meditation hilft uns den Gedankenstrom, der uns in der Regel tagaus tagein begleitet zu lichten und zu verringern.

Es gibt unterschiedliche Meditationstechniken. Grundsätzlich geht es beim Meditieren darum, sich der Gedanken, die der Verstand hervorbringt, bewusst zu werden. Die Gedanken zu „beobachten“ und wieder „loszulassen“. Das heißt, ihnen nicht nachzuhängen. Je öfter man das tut, desto mehr Übung bekommt man darin und die Gedanken, die nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommen, werden weniger und ziehen schneller vorüber. Der Himmel lichtet sich.

Mit Hilfe der Meditationspraxis können wir achtsamer sein und das Leben in seiner vollen Blüte und ohne gedanklichen Kommentator wahrnehmen.

In einem ersten Schritt kann es bei der Meditation auch einfach darum gehen, neue – positive – Gedanken zu setzen, wie zum Beispiel – ich bin entspannt, ich bin wertvoll, ich bin voll mit Liebe. Das ist für den Beginn leichter, als gedankenloser Beobachter zu sein.

Mir hat zu Beginn die Meditations-App Headspace geholfen, aber auch berührende Musik wirkt unterstützend (z.B. das Lied Devi Prayer von CraigPruess & Ananda). Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, öffnen sich Türen. Auch weil unsere Seelen das unbewusste Bedürfnis haben, sich wahrhaft zu erkennen. Zu sehen, was wir wirklich sind. Im mystischen Sinn sind wir göttlich, das grenzenlose Bewusstsein. Im meditativen Zustand erkennen wir das.

 Ideen, wie man die Meditationspraxis in den Alltag mitnehmen kann:

  • Erlebe jeden Augenblick deines Lebens intensiv und klar. Du bist das Leben selbst. Jeder Augenblick hält die Chance eines Neubeginns inne.
  • Werde dir der Endlichkeit des Lebens bewusst und verwende diesen Gedanken um dich immer wieder in den gegenwärtigen Moment zu bringen.
  • Versuche dich bei Gesprächen voll und ganz auf die andere Person einzulassen. Höre achtsam zu und denke nicht darüber nach, was du als nächstes in das Gespräch einbringen kannst.
  • Komme mit dir selbst in Kontakt und spüre dich. Nehme deine Gedanken und Gefühle bewusst wahr.
  • Versuche mit voller Achtsamkeit zu essen. Bemerke, wie oft Gedanken über Vergangenes und Zukünftiges den Moment überlagern.
  • Schaffe dir Ruhephasen ohne, dass du an deine nächste Aufgabe denkst. Verlangsame deine Aktivitäten und erlaube deinem Verstand zur Ruhe zu kommen.

„Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe,dann schlafe ich.“

Zitat aus dem Zen-Buddhismus

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