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Warum wir dazu neigen die Verantwortung für unser Leben auf unser Umfeld abzuschieben und warum uns das nicht glücklich machen wird.

Es erscheint leicht die Verantwortung abzuschieben. Ich bin unglücklich, weil mein Umfeld so verletzend ist. Weil mein Partner nicht das macht, was ich will. Weil meine Freundin nicht so ist, wie sie sein sollte. Weil meine Eltern so waren, wie sie waren. Im Laufe des Lebens rutscht man unweigerlich in die Falle im Außen die Verantwortung für sein eigenes Leben zu suchen. Doch das bringt uns einem guten Leben nicht näher.

Gewiss ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.

Friedrich von Humboldt

Sich selbst kennenlernen

Aber warum tun wir das? Ist es vielleicht eine angenehme Gewohnheit? Wenn wir uns auf den Weg der Selbstfindung begeben, dann geht es zu Beginn darum, unsere Geschichte aufzuarbeiten. Und das bringt einem auch mehr Verständnis für das eigene Selbst. So versteht man sich und seine Muster besser. Man erkennt, dass Vieles sich aus der eigenen Vergangenheit, aus den Beziehungen zu den Eltern und dem Umfeld, entwickelt.

Respektiere dich selbst, respektiere andere und übernimm Verantwortung für das was du tust.

Dalei Lama

Wenn man das erkannt hat, kann man Schlüsse ziehen – zum Beispiel: Warum reagiere ich in manchen Situationen so wütend oder ängstlich, was hält mich im Leben zurück, was sind die ungelösten Themen? Und das ist ein ganz essentieller Schritt am Weg der Erkenntnis.

Die Analyse-Phase überwinden

Doch ist es häufig so, dass wir in dieser Analyse-Phase hängen bleiben. Wir verstehen dann zwar, dass zum Beispiel unsere Beziehungsprobleme von der Abwesenheit einer wichtigen Bezugsperson oder die Angst vor Neuem auf das vorsichtige Verhalten unserer Eltern zurückzuführen sind, aber wir wagen es nicht, den nächsten Schritt zu gehen. Nach der Erklärung des eigenen Lebens, sollte die Auseinandersetzung und das schrittweise Loslassen der störenden Prägungen folgen.

Klar, das erfordert einiges an Arbeit und die Bereitschaft auch mit Rückschlägen umzugehen. Aber sich für immer darauf auszureden, wie man durch sein Umfeld geprägt wurde, das ist nicht erwachsen. Und zu einer Auflösung der kritischen Punkte trägt es gewiss nicht bei. Im Gegenteil, es kann sie sogar verfestigen.

Du bist für dein Glück verantwortlich

So kann es sein, dass die Verantwortung nicht nur auf die eigene Geschichte abgeschoben wird, sondern auch auf Partner, Freunde oder die eigenen Kinder. Das Gegenüber wird dafür verantwortlich gemacht, dass ich glücklich bin – Moment mal! Da stimmt etwas nicht.

Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.

Dante Alighieri

Es ist eben nicht der Partner oder das Kind, die das eigene Leben aufregend und erfüllt machen sollen. Ich bin selbst dafür verantwortlich, mich nach meinen Bedürfnissen auszurichten. Wenn ich das nicht erkenne, bin ich unglücklich sobald mein Gegenüber meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich begebe mich in eine freiwillige Abhängigkeit, die nur ich durchbrechen kann.

Jeder möge sein eigener Geschichtsschreiber sein, dann wird er sorgfältiger und anspruchsvoller leben.

Bertold Brecht

Erwachsen werden

Man wird erst richtig erwachsen, wenn man erkennt, dass man die Verantwortung übernehmen muss, um ein gutes Leben zu führen. Dann übernimmt das Erwachsene-Ich vom Opfer- oder Kind-Ich die Führung. Dabei geht es auch darum, die innere Stimme ernst zu nehmen. Auf seine eigene Intuition zu vertrauen, die einem den Weg weist und die man allzu oft verdrängt hat. Diese Stimme wiederzufinden ist Teil der Selbstfindung. 

Ich gestalte mein Leben – nicht in Abhängigkeit von anderen, sondern gemeinsam oder in Beziehung zu anderen. Denn kein anderer kann die eigenen Träume erfüllen. Kein anderer kann deine Bedürfnisse so verstehen und erfüllen, wie du selbst. Die Klarheit kommt, wenn man Frieden mit der eigenen Vergangenheit geschlossen hat und wenn man verstanden hat, dass nur man selbst für das eigene Glück verantwortlich ist. Und wenn man dann von der eigenen Selbstwirksamkeit gekostet hat, erst dann fühlt man die Stärke, nach der man sich sehnt.

Beklage dich nicht
über die Dunkelheit.
Zünde eine Kerze an. 

Konfuzius
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